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BAA München unterstützt Berufsschule in Togo

SchreinereiDie Berufsschule „Nazareth“ in Afanja, Togo und die BAA passen gut zusammen, weil im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit jeweils die Berufsausbildung steht.

Der Kontakt nach Togo wurde durch die Vorstandsvorsitzende der BAA, Frau Hildegard Braun, hergestellt, die Mitglied der katholischen Kirchengemeinde St. Michael in München-Perlach ist. Diese Gemeinde pflegt seit einigen Jahren enge Kontakte zur Berufsschule Nazareth. Mitglieder der Gemeinde St. Michael hatten schon mehrfach die Gelegenheit, sich von der in Togo geleisteten Arbeit zu überzeugen.

Die Schule in Afanya wird von Pfarrer Dr. Joseph Koumaglo geleitet, der u. a. in Deutschland studiert hat und der auch schon mehrmals bei uns an der BAA in München war. Die Berufsschule Nazareth ist unter katholischer Leitung, aber sie ist für Menschen aller Konfessionen offen. Die Schule will auf diese Weise ihren Beitrag für ein friedliches Miteinander der Religionen und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes leisten. Als Ausbildungsberufe werden u. a. angeboten: Schreiner, Maurer, Informatiker, Sekretäre.
Das Schulgeld beträgt ca. 30 € pro Jahr. Die Schule tritt auch als Unternehmen auf und bietet Produkte und Dienstleistungen an, um auf diese Weise ihre finanzielle Situation zu verbessern. Ziel ist es, dass sich die Schule durch die erwirtschafteten Einnahmen eines Tages selbst unterhalten und finanzieren kann, ohne auf Transferleistungen von außen angewiesen zu sein.
Die BAA unterstützt die Schule auf folgende Weise:
1. Regelmäßig führen wir Spendenaktionen zugunsten der Berufsschule durch. Von solchen Spendeneinahmen werden u. a. die Löhne für die Lehrkräfte bezahlt.
2. Die BAA unterstützt aktiv die Lehrer der Berufsschule Afanya. Aktuell (Juli 2011) haben wir zwei Ausbildungsleiter für sechs Monate bei uns zu Gast an der Schule. Die zwei togolesischen Kollegen besuchen einen viermonatigen Deutschintensivkurs, danach hospitieren sie für zwei Monate in der Berufsfachschule. Ziel ist es, dass sie auf diese Weise ihre pädagogischen, organisatorischen und methodisch-fachlichen Kompetenzen erweitern. Es ist geplant, dass in der Berufsschule Afanja in Zukunft auch Deutschkurse angeboten werden, damit Schüler bei uns hospitieren können und ausgemusterte deutsche Lehrbücher in Togo eine neue Verwendung finden.

Die Unterstützung der Berufsschule in Togo ist eine echte Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist es, dass sich aus der Patenschaft eine echte Partnerschaft entwickelt.